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Unsere Kleiderschränke platzen aus allen Nähten. Obwohl wir eigentlich genug Kleidungsstücke haben, kaufen wir trotzdem noch mehr ein. Dabei denken wir selten an die Auswirkungen, welche unser Klamottenkonsum auf die Menschen hat, die an der Herstellung unserer Kleidung beteiligt sind. Viele Kleidungsstücke wurden beim Schnäppchen jagen erworben, ohne nachzudenken, ob man dieses Stück überhaupt braucht. Die Versuchung in der „Sale –Welt“ ist oft sehr groß. Trotzdem müssen wir uns ins Bewusstsein rufen, unter welchen Bedingungen sie produziert werden. Je mehr wir kritisch hinterfragen und dementsprechend auch einkaufen, desto mehr können wir durch unser Konsumverhalten ändern. In Anlehnung an Clemens Bittlinger möchte der Ökoausschuss mit folgendem Text zum Nachdenken anregen:

Kleider machen Leute Kleider machen Leute,
die kaum etwas verdienen,
die in feuchten Hallen schuften wie die Bienen,
die für Hungerlöhne Jeans und T-Shirts weben,
und an denen deshalb Schweiss und Tränen kleben.
Kleider machen Leute,
die wie einst die Sklaven pausenlos nur schuften und dann traumlos schlafen,
alle müssen helfen,
denn zum überleben muss die Großfamilie täglich alles geben.
Kleider machen Leute,
die nichts weiter wissen,
als dass zum Überleben sie weiter ackern müssen.

Sie sind dieser Mühle als Kinder beigetreten,
ohne Schreiben, Lesen, sind Analphabeten. „Kleider machen Leute“,
so sagen wir, die reichen Wohlstandskonsumenten,
doch wir stell’n die Weichen, wir können entscheiden,
auf die Frage achten: „Wie steht es um jene, die die Kleider machten?“


Text: Clemens Bittlinger „Bleibe in Verbindung“ 2018 Ist euer Kleiderschrank auch überfüllt?

 

 

 

 

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