..... hier gibt es jeden Dienstag & Freitag einen Impulus über Gott und das Leben.

 

Impulse

Einige Menschen – vor allem auf Social Media – suchen nach einem Grund, warum es diese Gewalt gegen Menschen gibt, die eine andere Hautfarbe haben oder sonst irgendwie anders sind als „normal“. Aber wenn wir ehrlich sind, gibt es keinen einzigen Grund, der so ein gewalttätiges Verhalten rechtfertigen würde.

Auch sie haben vermutlich Familie, Eltern, Geschwister und Freunde. Man kann sich nun mal nicht aussuchen, wie man geboren wird. Ob dunkel- oder hellhäutig, ob dick oder dünn, groß oder klein.

Gott schafft jeden Menschen so wunderschön und einzigartig! Jeder ist in seinen Augen perfekt, weil er ihn schon im Leib seiner Mutter formt. Warum sollten wir also das Recht haben über Leben und Tod von anderen Menschen zu entscheiden? Wenn Gott doch allein Schöpfer allen Lebens ist.        Was dabei immer mein größter Wunsch ist: andere Menschen, denen ich begegne, so zu sehen, wie Gott sie sieht und sich an jedem so sehr zu erfreuen!                                                                                     Selbst wenn diese Person Gott nicht kennt und kein Christ ist, ist sie von Gott geschaffen und geliebt.

Vor ein paar Wochen habe ich einen Impuls zu 1.Korinther 16,14 gemacht. „Lasst alles bei euch in Liebe geschehen.“

Jetzt will ich dich mal fragen:                                                                                                                                  Wie  viel Liebe trägst du für andere Menschen im Herzen?  Insbesondere für Menschen, die „anders“ sind als du?

29.05.2020

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„Einmal ein Wunder erleben ….“ – wer hatte nicht schon einmal diesen Gedanken im Kopf und dabei ein Wunder Jesu gedacht?

Heute vor einer Woche habe ich die Sendung „sing meinen song“ geschaut. Dort singen Musiker, dem ursprünglichen Interpreten, ihre neue und eigens für die Sendung bearbeitet Version eines Liedes vor. An diesem Abend wurde der Countrysong „Miracles“ von einem Rapper komplett neu interpretiert.

Im Refrain wurde ich bei den Zeilen „Wir schaun auf alles was gewesen ist und sehn, ein Wunder, immer wenn wir uns umdrehn. Das Glück ist überall, wir müssen nur ins Detail gehen und sehn Geheimnisse die zwischen den Zeilen stehn.“ hellhörig und demütig.

Dieser besungene Blick auf die Details und die Zwischenzeilen geht mir so oft verloren. In unserer schnelllebigen Zeit nehmen wir häufig nur die scheinbar großen und spektakulären Dinge wahr. Die vermeintlichen unscheinbaren und selbstverständlich erscheinenden Begebenheiten zieh unbemerkt an uns vorbei. Wenn es gut läuft, nehmen wir rückblickend zufällig Notiz davon.

Unser Blick auf Jesus sollte nicht bei seinen Wundern haften bleiben. Um die Details und Zwischenzeilen wahrzunehmen würde uns SEIN Blick auf das Leben und die Menschen ein glänzendes Beispiel sein. Wenn wir uns seinen Blick und seine Perspektive zu eigen machen sehen und erleben wir Wunder – die, die sich in den Details und Zwischenzeilen verbergen.  

26.05.2020

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„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“ (Psalm 18, 30)

Das kennen wir doch Alle: Prüfungen, freie Rede, Herausforderungen, Ansprüche, Ängste und vieles mehr. Alles Dinge, die uns regelmäßig im Weg liegen und über die wir auch immer wieder stolpern. Und dann schaut man nach Links oder Rechts und denkt sich: den anderen Menschen geht’s aber nicht so, bei denen läuft es immer rund.  Aber das gehört zum Leben dazu…oder?

In meiner Schulzeit waren schriftliche Arbeiten und Prüfungen mein größter Feind. Zum einen konnten manche Lehrer meine schnelle Schrift nicht lesen oder brachte es so zu Papier, dass die LehrerInnen es nicht verstehen. Da wusste ich spätestens während der 12. Klasse: das musst du ändern. Und so hab ich das Problem angenommen und mich während dem Studium stetig verbessert. Auch wenn es besser läuft wird Sprache immer mein besserer Freund bleiben.

Jeder von uns hat sein ganz eigenes mal kleines und mal großes Problem. Wenn ich mal wieder vor so einem Problem stehe, atme ich tief durch, schaue nach oben und bete den Psalm 18,30: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen. Und ich bete zu ihm, dass er mit bei der kommenden „Mauer“ hilft. Jesus ist für uns alle da – wir müssen es nur annehmen und ihn loben und preisen!!

22.05.2020

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Ihr kennt es sicherlich auch, wenn es einem nicht gut geht und man immer nur die gleichen Fragen hört:“ Wie geht es dir?, Wie kommst du damit klar?, …“. Oder immer die gleichen Aussagen gesagt bekommt:“Du siehst nicht gut aus, du bist aber blass.“ Ich kenn es auf jeden Fall sehr gut. Vor allem im letzten Jahr hat sich an meiner Gesundheit so einiges geändert und diese Aussagen haben inzwischen schon das Standard:“ Hallo“ ersetzt. Es ist nie böse von den Menschen gemeint. Meistens ist es meine Familie oder meine Freunde die sowas zu mir sagen, und im Grunde meinen sie es auch nur gut, sie machen sich eben Sorgen um mich.

Bei Gott kann ich so sein wie ich bin. Ich muss ihm nicht sagen wie es mir geht, denn er weiß es, ich muss ihm nicht vorlügen dass es mir gut geht denn er weiß wie es mir wirklich geht. Er sieht mich auch nicht an  und denkt sich:“ die sieht aber nicht gut aus.“ Er sieht mich an und liebt mich, gibt mir kraft und sagt mir dass alles wieder gut wird. Er ist mein Schutz und mein Schild, bei ihm kann ich mich verstecken und dort kann ich so sein wie ich bin. Egal ob krank, gesund, klein, groß, dick oder dünn. Ich muss nicht stark sein, bei ihm kann  ich alles raus lassen und meine Last auf ihn laden.  Ich finde der Psalm 119 : 114 passt hier ganz gut: Du bist mein Schutz und  mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.

Und das möchte ich allen mitgeben. All denen die nicht wissen wo sie Schutz finden, all denen die mal ein Schild in der Not brauchen und all denen die mit den eigenen Worten nicht weiter kommen. Ich finde es unglaublich befreiend einfach jemanden zu haben der immer für mich da ist und der mich niemals alleine lässt. An ihm könnt ihr euch immer fest halten. IMMER!

19.5.2020

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Kennst du das? In einer Gruppe kommt eine Frage auf und du denkst: „Hey, dazu weiß ich was!“, legst los und merkst während du noch antwortest, dass du vielleicht noch einmal hättest nachdenken sollen. Oder hast du schon mal jemandem Ratschläge erteilt und hast dich anschließend geärgert, weil sie total unpassend waren und gar nicht zielführend, ja vielleicht sogar eine andere Person verletzt haben? Ich kenne solche Situationen.

Jakobus spricht in seinem Brief von der Wirkung unserer Worte und unserer Zunge, mit der wir die Worte sprechen. So ein kleines Körperteil kann je nach Einsatz viel Positives, aber auch viel Schaden zufügen – wie ein kleines Feuer, dass einen großen Waldbrand entfacht (vgl. Jakobus 3, 5ff.). Wahrscheinlich schreibt er auch deshalb zuvor in Kapitel 1, 19: „Denkt daran, meine lieben Geschwister: Jeder sei schnell bereit zu hören, aber jeder lasse sich Zeit, ehe er redet, und erst recht, ehe er zornig wird.“

Ich denke, Jakobus wollte damit nicht sagen, dass Schweigen generell besser als Reden ist. Es geht vielmehr darum, in Situationen weise zu überlegen, ob, was und wie man etwas sagt. Vielleicht müssen Dinge, die du sagen willst, nicht einmal falsch sein, aber sie sind in der Situation einfach unpassend und können in der Art, wie sie genannt werden, verletzen.

Folgende Fragen können vielleicht eine Anregung für dich sein, einmal persönlich über das Thema nachzudenken:

  • Hast du mit deinen Worten schon einmal andere Menschen verletzt bzw. haben dich andere schon einmal mit ihren Worten verletzt? Woran hat es gelegen?
  • Wie ist dein Kommunikationsverhalten in Gruppen? Kannst du dich auch zurücknehmen und mal nichts sagen?
  • Wie würdest du deine Haltung einschätzen, wenn du Kritik oder Anregungen äußerst? Pochst du auf dein Recht? Zeigst du anderen, dass du es besser weißt? Kannst du es deinem Gegenüber auch in Sanftmut und liebevoller Art äußern?
  • Wie reagierst du, wenn Menschen dir Ratschläge erteilen? Kannst du sie annehmen und prüfen oder weißt du es immer besser und rechtfertigst dich gerne?
15.05.2020
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Ich bin ein Mensch, der Ziele und Strukturen benötigt. Mir hilft eine klare Taktung, sie gibt mir einen Rhythmus, ein Ziel und eine Perspektive vor. Im privaten Bereich gibt es eine To-Do-Liste für Aufgaben, die ich im Urlaub oder an freien Tagen erledigen will. An meiner Kühlschranktür hängt eine Strichliste mit Radfahrten ins Büro mit dem klaren Ziel 50+x Tage im Kalenderjahr nach Calw zu fahren. Im Beruflichen hilft mir mein Kalender und eine Terminierung der Aufgaben um eine Struktur zu bekommen und um das meiste rechtzeitig fertig zu haben. So weiß ich, worauf ich zu arbeite.
 
Zurzeit ist alles ein wenig anders. Die Strichliste ist durch Homeoffice erschreckend leer, trotz ordentlich Radkilometern im Jahr 2020. Die ständig wechselnden Verordnungen und Veränderungen zur Bekämpfung der Coronakrise lassen zuverlässig nur kurzfristige Planungen zu. Längerfristige Planungen sind trotzdem notwendig, man trifft Entscheidungen und setzt sich Ziel - Stand heute. Sind diese richtig? Bei allen Entscheidungen mit Blick auf einen längeren Zeitraum, wird erst die Zeit uns eine Antwort über das Richtig geben.
„Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.“ Sprüche 16,9 – dieser Vers ist für mich Zuspruch, Trost und Hoffnung. Bei allem Planen, Ziele setzen und Wege einschlagen habe ich die Gewissheit, dass ich nicht allein unterwegs bin. Gott ist auf allen Wegen mit mir unterwegs, gerade auch auf den, die in die Ungewissheit führen. 

 

12.05.2020

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Ich lese derzeit das Buch „Jesus“ von dem Autor N.T.Wright, welches für Theologie im Cafe ausgewählt wurde. Dabei bin ich auf eine spannende Stelle gestoßen, die ich gerne mit euch teilen will:

„Bei Jesus ist es einfach, kompliziert zu sein, und äußerst schwierig, einfach zu sein. Die Schwierigkeiten sind zum Teil damit zu begründen, dass Jesus viel, viel mehr ist, als sich die Menschen vorstellen. […] Mein Computer kann, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß, eine große Menge komplexer Aufgaben lösen. Ich gebrauche ihn trotzdem nur für drei Dinge: Texte verfassen, E-mails schreiben und gelegentlich im Internet recherchieren. Wenn mein Computer eine Person wäre, wäre er wahrscheinlich frustriert und würde sich weit unter Wert behandelt fühlen, weil sein volles Potential noch nicht einmal annähernd genutzt wird. Wir sind, [..] , heute in der selben Position, wenn wir die Geschichten von Jesus in den Evangelien lesen. In unseren Gemeinden gebrauchen wir diese Geschichten für verschiedene offensichtliche Dinge: um kleine, moralisierende Predigten darüber zu schreiben, wie wir uns nächste Woche verhalten sollten, als Hilfen zum Gebet […]. Wie mein Computer hätten also die Evangelien alles Recht, frustriert zu sein. Ihr volles Potential wird nicht erkannt. Noch schlimmer, Jesus selbst hätte alles Recht, frustriert zu sein[…] Jesus – der Jesus, den wir entdecken könnten, wenn wir wirklich genau hinsehen würden! – ist größer, verstörender, viel wichtiger, als wir es uns jemals vorgestellt haben [...].“

Nicholas Thomas Wright (Deutsch von Thomas Weißenborn): Jesus, wer er war, was er wollte und warum er für uns wichtig ist (2. Auflage, Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH, Marburg 2018, S.25-26)

Ich will ihn gar nicht bewerten oder ähnliches. Lass diesen Text einfach mal auf dich wirken!

08.05.2020

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Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. ~ Lukas 1:37

Ich verbinde diesen Vers mit Hoffnung. Ich finde gerade in so einer Lage wie gerade ist es wichtig die Hoffnung nicht zu verlieren und immer nach vorne zu schauen. Ich habe Hoffnunjon tyson XmMsdtiGSfo unsplashg, dass Gott meine Gebete erhört, Hoffnung, dass egal wie aussichtslos manche Situationen scheinen Gott weiß was er tut und mich nie allein lässt. Es gibt kein Problem egal wie groß es ist, für das Gott keine Lösung bereit hält.

Jeder von uns kennt es, man steckt in irgendeiner Situation fest wo man selber keine Lösung sieht oder die Lage für aussichtslos hält. Das ist der Moment wo du dich an Gott wenden kannst, wo du dich im anvertrauen kannst, er dir immer zuhört und dir immer helfen wird. Darauf kannst du dich verlassen.

Wir Christen glauben an Wunder, an die Wunder Gottes, dass er allein das Unmögliche möglich machen kann. Und diese Wunder von denen man in der Bibel lesen kann, die man selber schon erlebt oder erzählt bekommen hat, diese Wunder beweisen uns, dass unsere Hoffnung berechtigt ist. Sie zeigen uns, dass er unsere Gebete erhört und uns darauf auch antwortet. Vielleicht nicht immer so wie man es erwartet hat.

05.05.2020

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Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
(1. Samuel 16, 7 nach Luther 2017)

Am Dienstag ging die TV-Show „The Masked Singer“ zu Ende. Dabei werden prominente Persönlichkeiten in ein Kostüm gesteckt und singen vor Jury und TV-Publikum ein Song. Anhand von Indizien soll erraten werden, welche Person hinter welchem Kostüm steckt. Nach wochenlangem Raten gab es keinen Gewinner. Doch nicht nur durch Gesang, sondern auch durch Performance und Auftritt können Pluspunkte bei den Zuschauern gesammelt werden. Die Enthüllung am Ende hält doch sehr oft eine Überraschung bereit.

Doch viele Menschen tragen ihre Masken nicht so offen wie die Promis in der Show. Wir verstecken uns hinter unsichtbaren Masken und spielen eine Rolle, wenn es die Situation erfordert, wir uns verstecken wollen oder das wahre Gesicht nicht zeigen.
So sind wir der nette Nachbar von nebenan, dem eigentlich bald der Kragen platzt.
So sind wir der gutgelaunten Gegenüber, der aber traurig und müde ist. Man begegnet dieser Person und ist sich nicht sicher, ob wirklich „alles gut“ ist oder eben doch nicht.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ Und daran sollten wir uns viel öfter ein Beispiel nehmen. Hinter die Masken der Menschen in unserem Umfeld schauen. Besonders in Zeiten von Corona und dem fehlenden persönlichen Kontakt ist ein Anruf, Nachricht o.Ä. eine wohltuende und nette Geste einer Freundschaft/ Beziehung.

01.05.2020

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Warst du schon mal mit dem Auto unterwegs und plötzlich leuchtet in deinem Cockpit ein kleines oranges oder rotes Symbol mit einem Ausrufezeichen? Meistens kein so angenehmes Gefühl. Verunsicherung, vielleicht sogar Panik, wenn man so wie ich ein Technik-Legastheniker ist, und sich nicht auskennt. Aber eins weiß ich, das Symbol weist mich darauf hin, dass irgendetwas nicht stimmt, dass es ein Problem an einer ganz anderen Stelle gibt, z. B. im Motor. Es zeigt mir an, dass ich am besten erstmal in die Werkstatt fahre und mich an Menschen wende, die sich mit dem Auto auskennen, die genau wissen, wie so ein Auto funktioniert.

Das gleiche Prinzip gilt bei unseren Ängsten und Sorgen. Wir machen oft unsere Sorgen zu unseren Problemen. Aber eigentlich sind Ängste und Sorgen nur ein Warnsignal. Sie machen darauf aufmerksam, dass die Wurzel für die Sorgen das eigentliche Problem ist. Wie bei dem Auto ist es gut, sich mit seinen Sorgen und Ängsten an jemanden zu wenden, der weiß, wie Menschen funktionieren, weil er sie geschaffen hat. Gott.

Mich beeindruckt, dass dieser große, allmächtige Gott, der Himmel und Erde und alles was darauf lebt, geschaffen hat, Interesse an deinen und meinen persönlichen Problemen hat. Aber er hat nicht nur an unseren persönlichen Problemen, sondern auch an den Problemen des Weltgeschehens Interesse. Wir dürfen jeder Zeit zu ihm kommen und ihm all das, was uns bewegt und umtreibt, vor die Füße legen. Und dabei brauchen wir nicht, wie in der Werkstatt, auf einen Termin zu warten, sondern Gott ist immer für dich und mich da und ist besorgt um uns.

„Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“ (Philipper 4, 6-7 NGÜ)

28.04.2020

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Gestern Morgen bin ich in meiner Bibellese auf einen Vers aus dem ersten Korintherbrief gestoßen:

„Lasst alles bei euch in Liebe geschehen!“ – 1.Kor. 16,14

Obwohl der Vers erst am Ende des Briefes steht, ist er beinahe einer der wichtigsten. Immer mehr merke ich, wie wichtig Liebe in unserer Beziehung zu Gott ist – wie stark und unerschöpflich seine Liebe für seine Kinder ist. Aber umso schwerer fiel es mir, über diesen Vers nachzudenken.

Wenn mein Papa zu mir kommt und mich bittet das Unkraut aus unserem Beet zu machen – geh ich dann hin und tue dies in Liebe für ihn oder sage ich eher „Papa du bist auch zu Hause, mach das mal selber“? Und wenn er es dann enttäuscht selber machen muss, bereue ich, dass ich ihm seine Bitte nicht einfach erfüllt habe.

Wie oft bereuen wir manchmal Gesagtes, weil wir zu wenig wertschätzend oder sogar verletzend dem Gegenüber waren. Deshalb will ich DICH herausfordern!

Lass uns unseren Tag bewusster leben und Schritt für Schritt mehr Liebe hineinlassen. Mit mehr Liebe unser Mittagessen kochen, mit mehr Liebe Auto fahren und mit mehr Liebe Gott begegnen.

Freitag, 24.04.20

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Gestern haben wir in Breitenberg Zelthäute imprägniert, die letzten Sommer undicht waren. Dabei wurde ich gefragt: Bringt das was?

Eine Frage, die ich so nicht beantworten kann. Wir haben keinerlei Erfahrung mit der Imprägniermethode und wissen nicht, ob damit die Zelte beim nächsten Regen dicht sind. Wir wissen nicht, ob wir diese Zelte in diesem Sommer überhaupt aufbauen und benützen werden. Bringt das was? – eine sehr berechtigte Frage.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es was gebracht hat. Selbst, wenn es dieses Jahr keine Zeltlager geben sollte oder die Imprägnierung nicht hält, war es eine gute und sinnvolle Sache. Es war der beste Arbeitstag der vergangenen fünf Wochen, wir konnten als Team arbeiten und saßen nicht alleine im Homeoffice. Zudem ist es immer ein guter Tag, bei bestem Wetter in Breitenberg was zu arbeiten.

Bringt das was? Diese Frage höre ich auch in Bezug auf den Glauben an Gott. Auch hier habe ich keinen belegbaren Beweis, dass mein Glaube einen messbaren Erfolg bzw. Ergebnis nach sich zieht. Ich bin genauso davon überzeugt, dass es richtig und sinnvoll ist an Gott zu Glauben und mit ihm durchs Leben zu gehen. Es bringt mir Halt, Geborgenheit, er akzeptiert mich und führt mich durch mein Leben – vielleicht nicht immer so wie ich es plane.

Vielleicht sind die Zelte nicht dicht, aber es hat was gebracht und mein Glaube bringt noch viel mehr.

21.04.20

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„Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31)

In den letzten Wochen mache ich täglich einen großen Spaziergang mit meiner Frau und meinem Sohn. Als Ausgleich zum langen Sitzen im Home-Office. Dort sprechen wir über den Tag, die Ereignisse der letzten Tage oder was es die nächsten Tage zum Essen gibt. Doch ab und zu genießen wir einfach die Stille, den Ausblick und die Natur.

Eine Sache fällt mir im alltäglichen Leben immer wieder auf: Menschen tragen Kopfhörer oder telefonieren, während sie draußen unterwegs sind. Kaum jemand geht mit offenen Augen und Ohren umher und achtet auf seine Umgebung. Wir nehmen die Schönheit und Einzigartigkeit unserer Umwelt nicht mehr wahr. Vor allem jetzt im Frühling blüht die Natur wieder voll auf. Und wenn wir unser gewöhnliches Leben wieder voll aufnehmen dürfen, sollten wir raus gehen - die Schöpfung Gottes genießen und dankbar sein. „Und Gott sag an alles, was er gemacht hatte und siehe, es war sehr gut.“

So hat Jesus jeden Menschen gemacht und war stolz darauf, was er gemacht hat. Dies sollten wir ihm aus Dankbarkeit zurückgeben. Ein Gebet für die tollen und wunderbaren Dinge, die wir erleben dürfen. Gott danken, wenn etwas gut für uns ausgegangen ist oder wir einfach einen tollen Tag hatten. Und Gott nicht nur in schlechten Tagen, bei negativen Ereignissen oder Verlusten aufsuchen und ihn dafür verantwortlich machen. Glaube besteht auch aus ständigem Gebet und lebendigen Austausch mit Gott und Jesus. 

17.04.2020

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Ich habe mich die letzten Tage mit dem Thema Segen Gottes auseinandergesetzt und da hab ich mich gefragt, was andere Menschen zu dem Thema sagen.

Dazu hab ich ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer gefunden. Er sagt:,, Segen heißt, die Hand auf etwas legen und sagen: Du gehörst trotz allem Gott.“ Die Aussage finde ich ziemlich schön, das Versprechen, dass ich immer wieder zurück zu Gott kommen kann, egal was passiert ist, egal wie deine Vergangenheit aus sieht, du kannst immer wieder zu Gott kommen und ihm sagen ich möchte zu dir gehören und er nimmt diese Bitte an.

Dann hab ich noch ein ziemlich schönes Zitat von Corrie ten Boom gefunden. Sie sagt:“ Jesus sehnt sich danach zu segnen, aber wir müssen die Hände danach ausstrecken.“ Die Sicht finde ich eigentlich ziemlich cool, ich kann Gottes Segen bekommen wenn ich will aber ich muss bereit sein ihm dafür entgegen zu kommen. Und wenn du das tust, ihm  in gegen kommst, so ist er jeder Zeit bereit dir seinen Segen zu schenken.

Als letztes hab ich noch ein Vers in der Bibel gefunden in dem steht: Segen soll über den kommen, der seine ganze Hoffnung auf den Herrn setzt und ihm vollkommen vertraut. ~ Jeremia 17,7  Ich finde dieser Vers in der Bibel sagt genau das aus was Corrie ten Boom und Dietrich Bonhoeffer uns sagen wollten. Du muss auf Gott vertrauen, du kannst deine ganze Hoffnung auf ihn setzten, du kannst immer zu ihm kommen und er empfängt dich mit offenen Armen.

Also sei voll Zuversicht, egal was kommt, egal was die Zeit bringt, du kannst vollkommen auf Gott vertrauen und auf ihn deine ganze Hoffnung setzten, denn er lässt dich niemals alleine.

14.04.2020

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Vor etwa einem Jahr erzählte ich die Ostergeschichte in der Kinderstunde. Und kurz nachdem ich versucht hatte zu erklären, warum Jesus an Ostern sterben musste, was in der Kinderstunde gar nicht so leicht ist, meldete sich ein 5-jähriger, durchaus frecher Junge und sagte vor versammelter Mannschaft: „Am liebsten würde ich Jesus mal richtig boxen!“ Total entgeistert habe ich nachgefragt. Seine Antwort lautete: „Es ist dumm für uns Menschen zu sterben, Jesus ist dumm!“

Seine Antwort war natürlich so nicht ganz richtig. Aber dieser Junge hatte verstanden, dass Jesus nicht hätte sterben müssen. Die Bibel spricht allerdings nicht von Dummheit, sondern von Liebe. Von bedingungsloser Liebe! Einer Liebe, die uns Menschen schwerfällt, denn viel zu schnell stellen wir uns die Frage: „Was habe ich denn davon…?“. Jesus hingegen konnte und kann bedingungslos lieben.

In einer Woche feiern wir Ostern. Doch dieses Jahr ist alles ganz anders. In diesem Jahr kann ich den Kindern meiner Kinderstunde, die Ostergeschichte nicht erzählen, es finden nicht einmal Ostergottesdienste statt. Zumindest nicht in der Art und Weise, wie wir es gewohnt sind. Es passieren in unserer Welt gerade so ungewöhnliche und neue Dinge, dass so ein Osterfest ganz schnell unwichtig erscheint und in den Hintergrund gerät. Und dennoch ist an Ostern etwas so Großartiges passiert, dass es das wert ist, daran zu denken und zu feiern.  Auch wenn dir vielleicht momentan so gar nicht nach feiern zumute ist und dir die momentane Situation, Angst und Sorgen bereitet, möchte ich dich ermutigen, Ostern zu feiern. Schau nicht auf das, was dich daran hindert, sondern schau auf das Ostergeschehen, auf einen Akt bedingungsloser Liebe, eine Liebe, die sogar den Tod überwunden hat. Schau hin zu dem, der am Kreuz für dich gestorben und am dritten Tage auferstanden ist, damit du in Ewigkeit mit Gott leben kannst.

„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. (NGÜ Johannes 3,16)

03.04.2020

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Siegesgewissheit, Akt der Verzweiflung oder Harakiri – aus welchem Antrieb geht ein Spieler beim Poker „all in“?

„All in“ bedeutet, der Spieler setzt ALLES auf seine Karten. Zahlt sich der Spielzug aus, gewinnt man alles was an Einsatz auf dem Tisch liegt. Mit schlechten Karten ist das Spiel beendet. Wenn nur Jetons und Spielchips im Einsatz sind, sind die Auswirkungen überschaubar. Im schlimmsten Fall ist das Spiel am Pokertisch beendet und man schaut den Mitspielern zu. Wird aus den Jetons Geld, fällt die Entscheidung deutlich schwerer „all in“ zu gehen. Doch nicht nur am Spieltisch, sondern auch im realen Leben gibt es Entscheidungen, die sich wie „all in“ anfühlen.

Es kommt leider zu Situationen - ich denke bspw. an krankheitsbedingte OPs, Herausforderungen in Familie und Beruf -, in denen man gezwungen, ist volles Risiko zu gehen. Ein alternativer Weg mit Sicherungsnetz oder Rettungsanker tut sich nicht auf. Es bleibt keine andere Wahl als „all in“.

Doch nicht nur die Beispiele ohne Alternative zum „all in“ sind mir vor Augen. In meinem Leben gibt es genauso Situationen, in denen ich zwischen verschiedenen Wegen und Möglichkeiten wählen kann. Es gibt die Option „all in“, zu gehen oder eben eine Sicherheitsvariante. Wie am Spieltisch fällt die Entscheidung mit der Höhe des Einsatzes leichter oder schwerer.

Auf eines dürfen wir dabei immer vertrauen - egal ob wir uns bewusst für „all in“ entscheiden, den vermeintlich sicheren Weg wählen oder ob „all in“ die einzige Möglichkeit ist – die Zusage aus Matthäus 28,20b „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ steht. Gott ist an unserer Seite, gerade auch dann, wenn es sich anders anfühlt und die Situation aussichtslos erscheint.

Zum Weiterdenken:

Lesetipp: Matthäus 6,19-34

Musiktipp: „All in“ von Johannes Oerding  

31.03.2020

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„Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dir raten und dich behüten.“ ~ Psalm 32,8

Mir ist neulich beim Spazieren gehen mit meinem Vater dieser Psalm eingefallen. Ich finde dieser Psalm passt gut zur momentanen Situation aber auch zu jeder anderen Situation im Leben bei der man sich ins Gedächtnis rufen will, dass man auf dem richtigen Weg, und vor allem nicht alleine ist.

Wenn Gott dich auf einen steinigen Pfad schickt, kannst du dir sicher sein das Er dir immer feste Schuhe gibt. Dieser Satz beschreibt in meinen Augen den Psalm ziemlich gut. Denn wenn man wandern geht ist man immer froh, wenn man Schuhe an hat in den man einen festen Halt hat und die mit einem jede Strecke meistern.

So kannst du auch deine Beziehung zum Vater sehen. Denn egal auf welchen noch so steinigen Weg Er dich führt, Er lässt dich dabei nicht alleine. Er ist das feste Paar Schuhe wo dich über jeden noch so hohen Berg bringt.

Er Persönlich sorgt dafür, dass deine Wege stets aufwärts führen, auch wenn du tiefe Täler und dunkle Schluchten zu durchwandern hast, Gott ist persönlich dein Wegweiser. Und darauf kannst du dich immer verlassen, dass Er dich auf den richtigen Weg führt, dir immer den richtigen Rat gibt und dich bei egal was kommt nie alleine lässt. Und wenn du das mal vergessen solltest und dich auf deinem Weg alleine fühlst, dann denk einfach an diesen Psalm.

27.03.2020

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„und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen“ Psalm 50, 15
Die letzten Tage, ja fast schon Wochen, sind wohl für uns alle etwas Neues. Unser Leben wird in vielerlei Hinsichten eingeschränkt und wir alle stehen vor eigenen und besonderen Herausforderungen. Es kommt jetzt darauf an, dass jeder Einzelne seinen Teil zum Wohlwollen der Gemeinschaft beiträgt.
In dieser Notsituation ist das öffentliche Leben ausgesetzt. Die meisten Geschäfte haben geschlossen. Theater, Kino und ja sogar die Kirche und der Gottesdienst sind ausgesetzt und finden nicht wie gewohnt statt. Eine einmalige Notsituation, die für alle neu ist und die besondere Maßnahmen erfordert. Wer sorgt sich in dieser Zeit um unser persönliches Wohlempfinden?


So erging es wohl auch dem Volk Israel, als sie aus der Herrschaft der ägyptischen Sklaverei befreit wurden und eine lange Wanderung in das versprochene Land machten. Keiner wusste wie es ausgeht, so etwas hatte niemand bisher erlebt und auf wen soll man vertrauen und sich verlassen? Als das Essen knapp wird und das Volk unruhig wird, zeigt sich die Größe Gottes in seiner vollen Pracht. „Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin.“ (2. Mose 16, 13).
Die Allmacht unseres Herrn zeigt sich immer dann, wenn wir in großen Notlagen sind. Er lässt uns nicht im Stich und versorgt uns mit „Nahrung“. Ja, Gottesdienste, Gebetsgemeinschaften oder Hauskreise sind in der aktuellen Lage nicht möglich. Da wird das Gebet, persönliche Bibellesen oder Annahme von zahlreichen anderen Angeboten zum Zentrum unseres christlichen Glaubens. Darin möchte ich Euch bestärken. Lasst Glaube, Gebet und christliches Leben nicht ruhen. Darin liegt Stärke und Rückhalt für diese schwere Zeit.
Wir rufen Gott an in der Not. ER versorgt uns und ist für uns da. Darum preisen wir ihn. In guten und schlechten Zeiten. AMEN.

24.03.2020

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„Ist es aus christlicher Sicht verantwortbar anderen das Klopapier wegzukaufen?“

Vielleicht hast du ein mulmiges Gefühl, wenn du im Supermarkt nur eine Packung Klopapier mitnimmst anstatt 2. „Wir haben nur noch zwei zuhause im Schrank“ –  „Wie lange reicht uns das?“ – „Wann wird es wieder Klopapier geben?“ – vielleicht ist das in diesem Moment tatsächlich ein „Opfer“ für dich, das du bringen musst. ABE

R der Nächste, der noch eins im Regal findet freut sich riesig. Denn wir haben welches und der nächste, der evtl. gar keines mehr daheim hatte, ist auch wieder versorgt.

                                                                                     

Wir Christen leben nach dem Gebot der Nächstenliebe – das heißt auch Dinge zu teilen. Wir schauen nicht nur auf unser Wohlergehen, sondern breiten unseren Blick auch für unsere Mitmenschen aus.

Im ersten Petrusbrief 5,7 steht: Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch! (Schlachter 2000)

 

Dieser Vers zeigt ganz klar: Wenn wir mit Jesus unterwegs sind, dürfen wir auch volles Vertrauen darauf haben, dass wir nie „zu wenig“ haben. Also wird uns auch eine Packung Klopapier reichen, bis es wieder neues gibt. Gott versorgt uns mit dem, was wir brauchen – zu jeder Zeit! PS: auch in Coronatimes

20.03.2020 

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